Hartz-IV-Zigarettengeld

Im Radio habe ich gehört, dass in der Stadt Halle (Saale) über 12.000 berechtigte Kinder für das Bildungsgeld wohnen. Für diese sind aber bis zum 18. Apr. nur ca. 700 Anträge eingegangen. In Mühlheim haben sich die Zahlen bis zum 12. Apr. wie folgt dargestellt: von 8.000 Berechtigten wurden nur für 200 Kinder Anträge gestellt. Das heißt im Klartext, dass für nur 4,5 % aller berechtigten Kinder in diesen beiden Teilen Deutschlands Anträge eingegangen sind.

Antragsquote

Die Regierung will nun aufklären: 2,6 Mio. Euro in die Aufklärungskampagne. Das macht Sinn, wir wissen ja: Hartz-IV-Empfänger sind medial so schlecht zu erreichen, dass man sich schon besonders anstrengen muss. Schalten wir also Werbung in der FAZ, im ARD, im ZDF und so weiter. Dann werden sicher mehr Anträge eingehen, viel mehr.

Oder wir lassen uns zu einem sozialen Experiment hinreißen, dass die Sozialromantiker aber ziemlich doof finden dürften: Nehmen wir das übrig gebliebene Geld aus dem Bildungspaket und stecken es in Zigarettengeld.

Jeder Empfänger dürfte, sagen wir, fünf Euro im Monat extra für Zigarettengeld beantragen. Dann warten wir und ich schreibe von dieser Stelle aus erneut über die Antragsquote.

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